Hilfsorganisation „Save the Children“ startet Bitcoin-Fonds
„Save the Children“ ist eine im Jahr 1919 im Vereinigten Königreich gegründete internationale Nichtregierungsorganisation (INGO), die in über 100 Ländern aktiv ist. Ziel der INGO ist es, das Leben von Kindern rund um den Globus zu verbessern.
Im Jahr 2013 wurde „Save the Children“ bereits zur ersten INGO, die Spenden in Bitcoin akzeptierte. Mithilfe der Krypto-Initiative „Hodl Hope“ gelang es der Hilfsorganisation, seither „Millionen an digitalen Vermögenswerten einzusammeln, um Kinder in Krisengebieten von der Ukraine über Gaza bis hin zum Sudan und darüber hinaus zu unterstützen“.
Bitcoin-Fonds zur Wertmaximierung
Am heutigen Donnerstag verkündete „Save the Children“, in Kooperation mit dem Krypto-Dienstleister „Fortris“, den „ersten Bitcoin-Fonds seiner Art“ zu starten. Mithilfe des Fonds sollen finanzielle Ressourcen unter anderem besser in Krisenzeiten bereitgestellt werden können. Überdies ist der Plan, die erhaltenen Bitcoin längerfristig zu halten, um den Wert der Spenden zu maximieren.
Diese innovative, auf Bitcoin basierende humanitäre Lösung soll die Art und Weise verändern, wie finanzielle Ressourcen in Krisenzeiten gehalten, verwaltet und bereitgestellt werden. Sie hilft Save the Children auch dabei, Bitcoin-Spenden zu halten, um in Krisenzeiten schneller auf Gelder zugreifen zu können. Der Bitcoin-Fonds ermöglicht es Save the Children, Bitcoin-Spenden bis zu vier Jahre lang sicher zu halten und so den Wert jeder Spende zu maximieren.
Aus der Pressemitteilung
Spender sollen sich gewünscht haben, dass ihre BTC länger gehalten werden, sodass diese an Wert gewinnen können. Außerdem sei ein Anliegen gewesen, dass Geldgeber entscheiden können, wann die Bitcoin umgewandelt werden, erklärt Antonia Roupell von Save the Children in den USA.
Viele gemeinnützige Organisationen akzeptieren heute Bitcoin, aber nur wenige behalten diese Spenden oder nutzen die zugrunde liegende Peer-to-Peer-Technologie des Vermögenswerts für ihre Aktivitäten. Unsere Bitcoin-Spender wünschten sich die Flexibilität, selbst zu entscheiden, wann sie ihre Spenden umwandeln, um die Wirkung ihrer Großzügigkeit zu maximieren, und genau das bietet dieser Fonds.
Antonia Roupell, Leiterin für Innovation und Partnerschaften bei Save the Children US
Die fortgeführte Bitcoin-Integration biete auch eine Plattform zum Testen und Skalieren neuer Wege der Bereitstellung von Hilfen unter Verwendung von Bitcoin, Stablecoins und digitalen Wallets, heißt es in der Pressemitteilung. Gelder sollen unter dem Einsatz der Technologie auch schneller, transparenter und kostengünstiger bei den Hilfsbedürftigen ankommen.
Diese Innovation vereint die Geschwindigkeit, Kosteneffizienz und finanzielle Inklusion von Blockchain-basierten Tools, um die Notfallmaßnahmen und langfristigen Entwicklungsprogramme von Save the Children für Kinder in den USA und weltweit zu stärken.
Janti Soeripto, CEO von Save the Children US
Aufbauend auf Partnerschaften mit Bitcoin-App-Entwicklern wie „Fedi“ möchte Save the Children weiterhin erforschen, wie die finanzielle Inklusion mithilfe von Bitcoin vorangetrieben werden kann.
BTC als humanitäres Tool
Schon in der Anfangszeit von Bitcoin kristallisierte sich heraus, dass es sich durchaus als ein Tool für Spenden eignet. Im Dezember 2010 begannen beispielsweise die großen Zahlungsplattformen, Spenden an „WikiLeaks“ zu blockieren, woraufhin die Enthüllungsplattform auf Bitcoin auswich und über die Zeit mehr als 4.000 BTC empfing. „WikiLeaks“-Gründer Julian Assange gab im Jahr 2017 bereits zum Besten, dass seine Organisation dadurch eine Rendite von mehr als 50.000 % erwirtschaftete.
Der über längere Zeiträume betrachtete phänomenale Kursanstieg von Bitcoin machte es in der Vergangenheit nicht nur möglich, den Wert von Investitionen, sondern auch von Spenden zu maximieren. Dies scheint nun auch „Save the Children“ für sich beziehungsweise die wohltätigen Zwecke der INGO nutzen zu wollen.
Doch Bitcoin ist auch abgesehen von den potenziellen Kursanstiegen ein Tool, das vielen Menschen helfen kann. Bitcoin ermöglicht es den Menschen, ein Geld zu nutzen, das nicht konfiszierbar ist und dessen Transaktionen nicht zensiert werden können. Dies kann insbesondere in totalitären Regimen überlebenswichtig sein.
Zudem können Menschen, die aus Kriegsgebieten flüchten, mithilfe von BTC ihre Ersparnisse mit sich nehmen und es somit leichter haben, sich eine neue Existenz aufzubauen. Dass Bitcoin hierbei tatsächlich schon Probleme löst, zeigte kürzlich eine Studie des Digital Assets Research Institute (DARI).