Elite-Uni Harvard vergrößert Bitcoin-Position
Harvard kauft Bitcoin nach
Bis zum heutigen Tag müssen große Asset-Manager die sogenannten 13F-Filings für das dritte Quartal bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einreichen. Aus diesen Dokumenten geht hervor, welche Wertpapiere Großanleger zum Ende eines Quartals gehalten haben.
In dem 13F-Filing von Harvard für Q2 ging hervor, dass die Elite-Uni erstmals Bitcoin über einen ETF gekauft hat. Zum 30. Juni hielt Harvard 1.906.000 Anteile des Bitcoin-ETFs von BlackRock, IBIT. Diese Position hatte zum Stichtag einen Gegenwert von knapp 117 Millionen US-Dollar.
Viele Marktteilnehmer warteten gespannt darauf, ob sich an dieser Position im dritten Quartal etwas getan hatte – und es sollte so kommen:
Zum 30. September wies Harvard einen Bestand von 6.813.612 IBIT-Anteilen mit einem Gegenwert von rund 443 Millionen US-Dollar aus. Damit vergrößerte die berühmte Elite-Uni ihren IBIT-Bestand um mehr als den Faktor 3,5.
Da der Bitcoin-Kurs zwischen dem 30. Juni und dem 30. September zulegen konnte, war diese Position in US-Dollar gemessen sogar fast 4-mal so groß.
IBIT war zum Ende des dritten Quartals die größte Position Harvards in dem öffentlich einsehbaren Wertpapierportfolio, das weniger als 2,5 Milliarden US-Dollar schwer ist. Dennoch: Das gesamte Stiftungsvermögen beträgt mehr als 50 Milliarden US-Dollar, womit die Bitcoin nur circa 1 % aller Assets ausmacht.
Eric Balchunas, ETF-Experte bei Bloomberg, kommentierte die Meldung, indem er darauf hinwies, dass Harvard im dritten Quartal bei keinem anderen Asset so stark zugegriffen hat, wie bei Bitcoin. Außerdem sei diese Aufstockung die beste Bestätigung, die ein ETF bekommen kann, so Balchunas weiter.
Ich habe gerade nachgesehen und ja, $IBIT ist jetzt Harvards größte Position in dem 13F-Filing und der größte Positionsanstieg im dritten Quartal. Es ist äußerst selten/schwierig, eine Stiftung dazu zu bewegen, sich auf einen ETF einzulassen – insbesondere eine wie Harvard oder Yale. Das ist die beste Bestätigung, die ein ETF bekommen kann. Allerdings macht eine halbe Milliarde nur 1 % des gesamten Stiftungsvermögens aus. Groß genug, um unter den IBIT-Inhabern den 16. Platz einzunehmen.
Eric Balchunas
Auch den Gold-ETF-Bestand baute die „Ivy League“-Universität weiter aus, was darauf schließen lässt, dass Harvard zunehmend auf in ihrer Menge begrenzte Assets setzen möchte – womöglich um sich vor einer weiteren Geldentwertung zu schützen.
Weitere spannende 13F-Filings
Die Brown University hielt zum Ende des dritten Quartals ebenfalls Bitcoin-Spot-ETFs – und zwar im Gegenwert von 13,8 Millionen US-Dollar. Die „Ivy League“-Universität vergrößerte im zweiten Quartal ihre Bitcoin-Position, doch im dritten Quartal gab es keine weiteren Zukäufe.
Ähnliches gilt für Mubadala Investment, einen Staatsfonds von Abu Dhabi. Für das vierte Quartal 2024 wies der Staatsfonds erstmals eine Bitcoin-Position aus. Im ersten Quartal dieses Jahres folgte ein Nachkauf. In Q2 und Q3 hat sich an der Position jedoch nichts getan – Mubadala Investment hält noch 8.726.972 IBIT-Anteile, die zum 30. September etwas mehr als 567 Millionen US-Dollar wert waren.
Überdies vergrößerte Al Warda Investments, eine Investmentgesellschaft, die für das staatliche Abu Dhabi Investment Council agiert, die Bitcoin-Position um 230 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal, in dem erstmals eine BTC-Position aufgebaut wurde. Al Warda Investments hielt zum Ende des dritten Quartals IBIT für circa 518 Millionen US-Dollar.