Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen des Amazon-Gründers Jeff Bezos, bietet den Kunden jetzt an, für Flüge ins All mit Bitcoin oder anderen Kryptowährungen wie USDT zu bezahlen.

Mit Bitcoin ins All

Ab heute können Weltraumtouristen für ihre Trips mit Blue Origins Rakete „New Shepard“ mit Kryptowährungen wie Bitcoin bezahlen. Dies verkündete das Unternehmen des Amazon-Gründers Jeff Bezos am Montag in einer Pressemitteilung.

Für die Krypto-Bezahlmethode arbeitet Blue Origin mit dem Zahlungsdienstleister Shift4 zusammen. Die Nachfrage der Verbraucher nach einfachen und sicheren Zahlungsoptionen steige weiter an, lautet die Begründung für das neue Angebot.

Krypto ist mittlerweile eine 4 Billionen US-Dollar schwere Anlageklasse und ihr Potenzial im aktuellen Zahlungsökosystem ist schier unbegrenzt. Wir glauben, dass Kryptowährungen und Stablecoins für Verbraucher zu einer immer beliebteren Zahlungsmethode werden, insbesondere für hochpreisige Käufe, da sowohl Verbraucher als auch Händler finanziell von diesen Transaktionen profitieren.
Alex Wilson, Leiter des Bereichs Kryptowährungen bei Shift4

Ein Flug mit „New Shepard“ kostet um die 28 Millionen US-Dollar – beziehungsweise circa 250 Bitcoin.

Im April dieses Jahres sind der Pop-Star Katy Perry, die Frau von Jeff Bezos, und weitere Frauen mit Blue Origins Rakete ins All geflogen. Dieser Flug erregte viel Aufmerksamkeit, da es die erste Weltraumreise seit dem Jahr 1963 war, bei der ausschließlich Frauen an Bord waren. 

Insgesamt beförderte Blue Origin bislang 75 Personen über die Kármán-Linie, die das Ende der Atmosphäre markiert.

Blue Origin wurde im Jahr 2000 von Jeff Bezos gegründet. Der viertreichste Mensch der Welt hat sich bislang nicht öffentlichkeitswirksam zu Bitcoin geäußert. Der E-Commerce-Gigant Amazon, den Bezos im Jahr 2021 als CEO verlassen hat, akzeptiert bis heute keine Krypto-Zahlungen.

Bitcoin-Zahlungen auf dem Vormarsch

In der jüngeren Vergangenheit haben wieder mehrere große Unternehmen damit begonnen, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Beispielsweise die Fast-Food-Kette Steak 'n Shake, die sich bei der Bitcoin-Community dafür bedankte, dass die Umsätze in den Läden im zweiten Quartal um 10,7 Prozent gestiegen sind. Auch Emirates, die Fluggesellschaft von Dubai, gab Anfang Juli in einer Pressemitteilung bekannt, an der Integration von Krypto-Zahlungen zu arbeiten.

Währenddessen wartet die Bitcoin-Community gespannt darauf, dass Tesla wieder Autos gegen Bitcoin verkauft. Im Mai 2021 stellte Elon Musks Unternehmen dies wegen Umweltbedenken ein. Es sollte fortgeführt werden, wenn der Energiemix des Bitcoin-Netzwerks zu mindestens 50 Prozent nachhaltig ist – was inzwischen selbst laut den Daten der Elite-Uni Cambridge der Fall ist.

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX, das ebenfalls in der Branche des Weltraumtourismus aktiv ist, hat noch keine Bitcoin-Zahlungen implementiert. Dafür hält SpaceX, so wie Tesla, tausende BTC auf der Bilanz. Ob auch Blue Origin in Bitcoin investiert ist, ist unklar. Das Unternehmen ist privat, wodurch der Öffentlichkeit der Einblick in die aktuellen Zahlen verwehrt ist.

Blue Origin ist nicht das erste Unternehmen, das Flüge ins All für Bitcoin anbietet. Bereits im Jahr 2013 gab Virgin Galactic bekannt, Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren. Die Winklevoss-Zwillinge, die schon früh in Bitcoin eingestiegen sind, bezahlten für ihr Ticket im Jahr 2014 ausschließlich mit BTC. Bis heute fand der Flug jedoch nicht statt. Der Bitcoin-Kurs stand damals bei circa 800 US-Dollar.

Tristan

Über den Autor: Tristan

Tristan ist der Chefredakteur bei Blocktrainer.de. Als studierter Volkswirt sammelte er auch außerhalb des Bitcoin-Space journalistische Erfahrungen. Seit 2020 beschäftigt sich Tristan aktiv mit Bitcoin, in den Jahren zuvor schon mit libertärer Wirtschaftstheorie.

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