Im Sommer 2026 startet ein Projekt, das sich bewusst von klassischen Konferenzen, Panels und Livestreams absetzt. Unter dem Titel „BitcoinWalk 2026“ lädt die BitcoinWalk Community zur ersten europäischen Bitcoin-Bildungswanderung ein: 15 Tage, 201 Kilometer, 15 Kapitel Bitcoin-Geschichte – zu Fuß vom Kölner Dom bis in die belgische Universitätsstadt Leuven.

Eine Zeitreise durch 40 Jahre Bitcoin-Geschichte

Das inhaltliche Konzept ist klar strukturiert: Jede der 15 Etappen widmet sich einem historischen Bitcoin-Thema – und die Reise verläuft rückwärts durch die Zeit. Vom heutigen Umgang mit Wallets und Self-Custody über prägende Ereignisse wie Mt. Gox, den Blocksize-Krieg oder das Halving bis hin zu Satoshi Nakamoto und den Cypherpunks der 1980er-Jahre.

Die Wanderung findet vom 19. Juni bis 3. Juli 2026 statt. Gestartet wird um 12 Uhr vor dem Haupteingang des Kölner Doms. Die Route folgt historischen Pilgerwegen: zunächst dem Rheinischen Jakobsweg Richtung Aachen, anschließend der Via Mosana durch Belgien bis nach Leuven.

Mit durchschnittlich 13,4 Kilometern pro Tag und insgesamt 201 Kilometern ist die Strecke laut Veranstaltern einsteigerfreundlich und flach bis sanft hügelig. Die Übernachtung erfolgt individuell in Hotels oder Pensionen an den jeweiligen Etappenzielen.

15 Etappen – 15 Bitcoin-Themen

Jeder Tag steht unter einem klar definierten Schwerpunkt. Dazu zählen:

  • Wallets & Self-Custody
  • Bitcoin Meetups
  • Der Bitcoin-ETF
  • El Salvador
  • Das Halving
  • Lightning Network
  • Der Blocksize-Krieg
  • Mt. Gox
  • Silk Road
  • Die erste Bitcoin-Blase
  • Bitcoin Pizza Day
  • Der Genesis Block
  • Das Whitepaper
  • Satoshi Nakamoto
  • Die Cypherpunks

Begleitend stellt die Community kostenlose Bildungsmanuals zur Verfügung – zweisprachig (Deutsch/Englisch) und thematisch passend zu jeder Etappe. Ergänzt werden diese durch einen detaillierten Wanderplan mit Etappenübersicht, Unterkunftshinweisen, Packliste, Budgetplanung sowie einer interaktiven Karte.

Bildung ohne Bühne

Im Mittelpunkt des BitcoinWalk steht nicht ein vorgegebenes Vortragsprogramm, sondern der Austausch unter den Teilnehmern. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themen soll im Gehen, im Gespräch und im gemeinsamen Reflektieren entstehen – ohne starre Agenda oder durchgetaktete Panels. 

Der Fokus liegt damit auf persönlicher Begegnung und kontinuierlichem Dialog über mehrere Tage hinweg. Die Wanderung schafft einen Rahmen, in dem sich Diskussionen organisch entwickeln können – jenseits klassischer Eventstrukturen und zeitlich begrenzter Bühnenformate.

Keine Bühne, keine Panels, kein Bildschirmprogramm. Damit setzt das Format bewusst auf Entschleunigung und direkte Begegnung, was einen Kontrast zu vielen klassischen Bitcoin-Events darstellen soll.

Mental Health Awareness als Teil des Konzepts

Ein weiterer Bestandteil ist die Einbindung von Mental Health Awareness. Die Wanderung erinnert an mehrere Programmierer und Aktivisten aus dem Umfeld freier Software und Kryptographie, die durch Suizid ums Leben kamen, darunter Len Sassaman, Aaron Swartz, Ian Murdock, Ilya Zhitomirskiy und Near.

Unter dem Leitgedanken „Walking for Education. Walking for Mental Health.“ soll Raum für Reflexion entstehen – neben der historischen und technischen Einordnung von Bitcoin.

Start in ein neues Format?

Ob sich das Format langfristig etabliert, bleibt offen. Als Kombination aus Bildung, Bewegung und Community-Austausch stellt der BitcoinWalk 2026 jedoch einen spannenden neuen Ansatz innerhalb der europäischen Bitcoin-Szene dar.

Info

Weitere Informationen sowie alle Materialien finden sich unter:
https://bitcoinwalk.org/cologne-leuven-2026

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