Basketball-Star Kevin Durant macht 11.000 % mit Bitcoin
Zugriff auf Coinbase-Konto verloren
Als Kevin Durant und sein Manager Rich Kleiman im Jahr 2016 an einem Abendessen teilnahmen, bei dem Durants damalige Teamkollegen immer wieder von Kryptowährungen sprachen, entschloss sich der Basketball-Star dazu, in Bitcoin zu investieren.
„Ich habe an diesem Abend das Wort ‚Bitcoin‘ 25-mal gehört, und am nächsten Tag haben wir damit begonnen, in Bitcoin zu investieren“, so Durants Manager Kleiman bei der „Game Plan Conference“ von CNBC. Ein Bitcoin kostete im Jahr 2016 zwischen 350 und 990 US-Dollar.
Tatsächlich setzte sich Durant schon ein bis zwei Jahre früher mit Bitcoin auseinander, doch seine damaligen Business-Manager haben ihn und Kleiman davon abgehalten, zu investieren.
Durant sagte bei der CNBC-Veranstaltung, er habe sich mit YouTube-Videos über Bitcoin informiert. Er war direkt interessiert und sah Bitcoin als eine Technologie an, die Zukunft haben könnte.
Ich habe mich schon immer für futuristische Technologien interessiert, die neu herauskommen. Die Welt kann sich verändern. Ich hatte das Gefühl, dass dies etwas Beständiges ist, das von Dauer sein kann, und nun, 10 Jahre später, sprechen wir immer noch darüber.
Kevin Durant
https://t.co/022Wg2kinZ pic.twitter.com/QvzAqfiimf
— Tristan – Blocktrainer.de 🧡⚡️ (@tristanblcktrnr) September 19, 2025
Der Bitcoin-Kurs steht momentan bei circa 117.000 US-Dollar, womit jedes Investment aus dem Jahr 2016 bis heute eine Rendite von mehr als 11.000 % erwirtschaftet hat. Für wie viel Geld und wie lange Durant damals Bitcoin gekauft hat, teilten die beiden nicht mit.
Laut Kleiman konnte Durant nach dem Einstieg im Jahr 2016 schließlich für mehrere Jahre nicht mehr auf sein Konto bei der Krypto-Börse Coinbase, wo er die Bitcoin gekauft hatte, zugreifen. Durants missliche Lage habe ihm aber „nur genutzt“, so Kleiman.
Wir konnten seine Coinbase-Kontodaten noch nicht ausfindig machen, daher haben wir noch nie etwas verkauft, und seine Bitcoin sind durch die Decke gegangen.
Rich Kleiman, Durants Manager
Durant hätte sich zwar die ganze Zeit an Coinbase wenden können, damit sein Passwort zurückgesetzt wird, und er wieder Zugriff auf seine Coins hat. Doch das langfristige „Hodln“ hat sich bislang so sehr ausgezahlt, dass sein Manager und er anscheinend keine Eile gehabt haben.
Es ist nur ein Prozess, den wir noch nicht ganz durchschaut haben, aber Bitcoin steigt weiter ... also, ich meine, es hat uns nur Vorteile gebracht.
Rich Kleiman, Durants Manager
Nachdem die Meldung von Durants vergessenem Coinbase-Passwort die Runde gemacht hat, scheint das Problem nun angegangen worden zu sein.
Coinbase-CEO Brian Armstrong teilte auf der Plattform 𝕏 mit, dass Durants Account wiederhergestellt wurde.
Wir haben das Problem behoben. Die Kontowiederherstellung ist abgeschlossen!
Brian Armstrong, Coinbase-CEO
Wahrscheinlich ist Coinbase selbst auf Durant zugegangen, um der Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass der Verlust der Zugangsdaten zu der Börse nicht dazu führt, dass die Coins für immer verloren sind.
Ob Durant seine Bitcoin weiterhalten oder sie verkaufen wird, ist momentan noch unklar.
We got this fixed. Account recovery complete! https://t.co/TWYFpQkXsb
— Brian Armstrong (@brian_armstrong) September 19, 2025
Bei Bitcoin gilt der Leitsatz: „Not your keys, not your coins“. Dies bedeutet, dass einem die Bitcoin nur wirklich selbst gehören, wenn man auch die Kontrolle über die privaten Schlüssel hat. Dies ist bei Beständen, die man von einer Börse verwalten lässt, nicht der Fall.
Außerdem besteht immer die Gefahr, dass eine Börse gehackt wird und somit die Bestände verloren gehen. Deshalb empfiehlt es sich, die Coins früher oder später in Selbstverwahrung zu nehmen. Verliert man jedoch den Zugang zu den selbstverwahrten Bitcoin, so sind diese unwiderruflich verloren.
Nichtstun: Die beste Bitcoin-Strategie?
Das Beispiel Kevin Durants zeigt, dass sich das langfristige Halten von Bitcoin durchaus auszahlen kann. Tatsächlich stellt es sich aber als eine gar nicht so leichte Herausforderung dar, einfach gar nichts zu tun.
Viele Anleger verspüren den Drang, ihr Investment nach der ersten Vervielfachung wieder abzustoßen. Oder noch schlimmer: Sie verkaufen aus Panik, wenn der Kurs die erste größere Korrektur nach ihrem Einstieg hinlegt.
Bei Bitcoin hat es sich bislang als die überlegene Strategie herausgestellt, an dem Investment durch alle Höhen und Tiefen festzuhalten. In Deutschland sind Bitcoin-Gewinne nach einem Jahr Haltedauer sogar komplett steuerfrei.
Die meisten Privatpersonen scheitern daran, den Markt timen zu wollen. So vielversprechend es auch klingen mag, oben zu verkaufen und niedriger wieder einzusteigen, so schwierig stellt sich dieser aktive Ansatz in der Realität dar.
Auch wenn niemand sagen kann, dass Bitcoin in den kommenden neun Jahren eine ähnlich hohe Rendite wie in den letzten neun Jahren erwirtschaften wird, könnte es sich vielleicht als sinnvoll erweisen, sich selbst den Zugriff auf die Coins zu erschweren – insofern man langfristig von Bitcoin überzeugt ist.
Eine Möglichkeit dafür wäre, die privaten Schlüssel zu seinen Bitcoin, die von einer sichereren Hardware-Wallet erzeugt wurden, in Stahl zu prägen und anschließend an einem sicheren Ort außerhalb des direkten Zugriffs aufzubewahren.
Dies reduziert das Risiko, aus dem Affekt heraus die Coins wieder zu verkaufen und sich im Nachhinein darüber zu ärgern. Hierbei muss man sich lediglich den Aufbewahrungsort der Stahl-Wallet merken – und keine komplizierten Passwörter.