Analyse von JPMorgan: „Bitcoin ist aktuell unterbewertet!“
Nachdem Bitcoin Mitte dieses Monats ein neues Allzeithoch von 124.533 US-Dollar erreicht hat, ist die bedeutendste Kryptowährung in den Korrekturmodus übergegangen.
Aktuell handelt BTC unter 109.000 US-Dollar und damit mehr als 12 Prozent von dem Höchststand entfernt.
„BTC müsste bei 126.000 US-Dollar stehen“
Laut einer aktuellen Research-Note von Nikolaos Panigirtzoglou, Managing Director bei JPMorgan, ist Bitcoin aktuell sogar unterbewertet. Der faire Wert liege bei 126.000 US-Dollar, so der Analyst. Zu dieser Einschätzung kommt Panigirtzoglou durch einen Blick auf die Kursschwankungen von Bitcoin – und den Vergleich mit Gold.
Die Volatilität von Bitcoin im Verhältnis zu der des Edelmetalls ist auf unter 2,0 und damit auf einen Tiefstand gefallen. Dieser Wert bedeutet, dass Bitcoin „nur noch“ in etwa doppelt so starken Schwankungen wie Gold unterliegt.
Der JPMorgan-Analyst betont, dass eine Bitcoin-Allokation demnach aktuell lediglich doppelt so „riskant“ wie ein Investment in Gold sei – auch wenn die Gleichsetzung von Volatilität mit Risiko umstritten ist.
Da circa 5 Billionen US-Dollar an Gold von privaten Investoren gehalten werden, müsste die Marktkapitalisierung von Bitcoin in etwa der Hälfte dieser Summe entsprechen, erklärt Panigirtzoglou. Der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen BTC beträgt derzeit jedoch weniger als 2,2 Billionen US-Dollar, ergo bestehe laut dem JPMorgan-Analysten deutliches Aufwärtspotenzial.
Das Kursziel von 126.000 US-Dollar werde Bitcoin laut der nach Marktkapitalisierung größten Bank der Welt bis Ende dieses Jahres erreichen, so Panigirtzoglou gegenüber dem Krypto-Medium The Block.
Ja, das ist das Aufwärtspotenzial, das wir in unserem Bericht hervorgehoben haben und das unserer Einschätzung nach bis zum Jahresende eintreten wird.
Nikolaos Panigirtzoglou von JPMorgan gegenüber The Block
Gründe für die abnehmende Volatilität
In der Analyse macht Panigirtzoglou auch darauf aufmerksam, dass „Bitcoin Treasury Companies“ große Mengen Bitcoin vom Markt kaufen. Und wenn die Aktien von Unternehmen wie Strategy, Metaplanet und Co. in größere Aktienindizes aufgenommen werden, dürften die indirekten Zuflüsse in Bitcoin zunehmen, da die auf den Indizes basierenden ETFs dann die Aktien von „Bitcoin Treasury Companies“ kaufen müssen.
Laut dem JPMorgan-Analysten führt insbesondere der Umstand, dass immer mehr Bitcoin von Unternehmen gehalten werden, dazu, dass die Volatilität des Assets abnimmt. Dies steigere den „Investment Case“ von Bitcoin, da geringere Schwankungen die Anlageklasse für institutionelle Investoren noch attraktiver machen würden.