aifinyo AG: „Deutschlands erste Bitcoin Treasury Company“
Der Trend kommt nach Deutschland
In den vergangenen Monaten schießen „Bitcoin Treasury Companies“ in verschiedensten Ländern wie Pilze aus dem Boden. Der „First Mover“ Strategy (ehemals MicroStrategy) und Nachzügler wie Metaplanet entwickelten sich nämlich zu großen Erfolgsgeschichten an der Börse. Dieser Umstand zog immer mehr Nachahmer an.
Jetzt, nachdem Strategy und das japanische Pendant Metaplanet seit einigen Monaten schwächeln, kommt dieser Trend auch zunehmend in Deutschland an. Die aifinyo AG verkündete am heutigen Dienstag in einer Pressemitteilung, dass das Unternehmen die Bitcoin-Strategie gestartet hat.
Auch wenn mit der Nakiki SE bereits im Juli dieses Jahres ein börsennotiertes Unternehmen aus Deutschland eine Neuausrichtung zur „Bitcoin Treasury Company“ verkündet hat, befindet sich aifinyo im Gegensatz zu Nakiki schon in der Umsetzung. In der Pressemitteilung heißt es entsprechend, dass aifinyo „Deutschlands erste börsennotierte Bitcoin Treasury Company“ werden würde.
Ziel: 10.000 Bitcoin bis 2027
Für 3 Millionen Euro habe das kleine Unternehmen schon Bitcoin gekauft. UTXO Management, eine Firma, in die der ehemalige Trump-Berater David Bailey involviert ist, investierte in aifinyo und tritt als strategischer Partner auf. Der Hedgefonds von UTXO Management, 210k Capital, beteiligt sich rund um den Globus an „Bitcoin Treasury Companies“.
Das Kerngeschäft von aifinyo zählt mehr als 8.000 B2B-Kunden. Die Marktkapitalisierung der Aktiengesellschaft liegt im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Garry Krugljakow, ehemaliger „Entrepreneur in Residence“ der bekannten Neobank N26, ist Vorstandsmitglied und Leiter der Bitcoin-Strategie bei aifinyo.
Das ambitionierte Ziel des Unternehmens ist es, über 10.000 Bitcoin bis zum Jahr 2027 auf der Bilanz zu halten. Diese Anzahl an Coins hat momentan einen Gegenwert von circa 1 Milliarde Euro.
aifinyo verfolge einen „Pure-Play-Ansatz“, heißt es in der Pressemitteilung. Das bedeutet unter anderem, dass der Fokus auf Bitcoin liegt und mit den akkumulierten Beständen nicht gehandelt werden soll. Zudem möchte das Unternehmen auch die Erträge aus dem Kerngeschäft nutzen, um BTC zu kaufen.
Jede Rechnung, die Kunden von aifinyo bezahlen, generiert nun Bitcoin für die Aktionäre.
Aus der Pressemitteilung
Inwieweit das aktuell äußerst schwierige Marktumfeld für „Bitcoin Treasury Companies“ einen erfolgreichen Start der Bitcoin-Strategie ermöglicht, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt noch offen. Ebenso, wie gut dieses unkonventionelle Geschäftsmodell vom deutschen Kapitalmarkt angenommen wird.
Die Aktie von aifinyo reagierte auf die heutige Meldung schon einmal mit einem deutlichen Kursplus. Der Kurs stieg um mehr als 66 Prozent.