Obwohl sich Coinbase bei der Integration des Lightning-Netzwerks deutlich mehr Zeit gelassen hatte, als vielen Bitcoinern lieb war, ist die Einführung inzwischen ein voller Erfolg: 15 % aller Bitcoin-Transaktionen auf der Plattform laufen mittlerweile über Lightning.
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Das Lightning-Netzwerk ist ein Protokoll, das schnelle und günstige Bitcoin-Transaktionen ermöglicht, indem es Zahlungen außerhalb der Bitcoin-Blockchain abwickelt. Nutzer eröffnen Zahlungskanäle, über die sie beliebig oft Transaktionen austauschen können, bevor das Endergebnis auf der Blockchain gespeichert wird. Mehr über die Funktionsweise erfährst du hier: 
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Als Coinbase am 3. April 2024 die Integration des Lightning-Netzwerks ankündigte, war die Skepsis innerhalb der Bitcoin-Community groß. Viele Nutzer hatten sich bereits seit Jahren gewünscht, dass eine der größten Krypto-Börsen der Welt endlich auf das schnelle und günstige Zahlungssystem setzt. Die tatsächliche Umsetzung ließ jedoch auf sich warten.

Lightning wird zum Erfolg

Trotz des verzögerten Starts zeigt sich der Erfolg deutlich: In rund einem Jahr werden nun bereits 15 % aller Bitcoin-Transaktionen auf Coinbase über das Lightning-Netzwerk abgewickelt. Möglich macht dies die Technologie von Lightspark, die eine speziell auf Unternehmen zugeschnittene, skalierbare und hochzuverlässige Lightning-Infrastruktur bietet.

Für Nutzer bedeutet dies erhebliche Vorteile: Bitcoin-Transfers sind nahezu in Echtzeit möglich, die Transaktionsgebühren fallen extrem niedrig aus, und Zahlungen können weltweit problemlos abgewickelt werden – alles integriert in das bestehende Coinbase-Nutzererlebnis, ohne zusätzliche technische Hürden.

15% der BTC-Transaktionen laufen jetzt über Lightning Rails – betrieben von Lightspark.

Wir feiern ein Jahr schnelle und kostengünstige BTC-Transaktionen auf Coinbase.

Lightspark und das Ziel eines globalen „Money Grid“

Lightspark verfolgt die Vision eines offenen, programmierbaren Netzwerks für den weltweiten Wertetransfer: das sogenannte „Money Grid“. Die Integration bei Coinbase ist ein erster Schritt auf diesem Weg, bei dem Bitcoin und das Lightning-Netzwerk als Basis einer neuen globalen Zahlungsinfrastruktur dienen sollen.

Lightning wird für professionelle Anbieter wichtiger

Diese Entwicklung passt zu einer weiteren aktuellen Beobachtung: Wie ein Bericht des Investmentgiganten Fidelity kürzlich festhielt, wird das Lightning-Netzwerk zunehmend für professionelle Anbieter wie Broker, Börsen und Zahlungsdienstleister interessant. Fidelity betont, dass Unternehmen das Potenzial des Netzwerks zur Abwicklung schneller, kostengünstiger und skalierbarer Bitcoin-Transaktionen erkannt haben.

Während Privatnutzer häufig noch mit technischen Hürden – wie der Verwaltung von Zahlungskanälen und Liquidität – konfrontiert sind, profitieren Unternehmen durch spezialisierte Infrastrukturanbieter davon, Lightning nahtlos und effizient zu integrieren.

Der Fidelity-Bericht kommt zu dem Schluss, dass Lightning zwar langfristig auch für Endnutzer relevant werden könnte, die gegenwärtige Dynamik aber klar von professionellen Akteuren getragen wird.

Die aktuelle Meldung von Coinbase steht damit exemplarisch für den prognostizierten Trend, der hoffentlich noch nicht zu Ende ist.

René

Über den Autor: René

René ist Blocktrainer-Mitarbeiter der ersten Stunde. Als „Chief Operation Officer“ ist er mittlerweile hauptsächlich mit strategischen und organisatorischen Aufgaben betraut, findet jedoch Freude daran, zeitweise redaktionell tätig zu sein. In den vielen Jahren, in denen er im Bitcoin-Kosmos unterwegs ist, hat er sich ein breit gefächertes Know-how in sämtlichen Bereichen rund um die bedeutendste Kryptowährung angeeignet.

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