News 1) John McAfee: Verhaftet wegen Steuerhinterziehung und illegalen ICO-Pumps

Am 5. Oktober 2020 verbreitete sich eine relativ unerwartete Meldung. Der 74-jährige Multimillionär John McAfee wurde in Spanien verhaftet und von zwei verschiedenen US-Behörden angeklagt. Zum einen durch das DoJ (engl. Department of Justice) wegen Steuerhinterziehung und zusätzlich von der SEC (engl. U.S. Securities and Exchange Commission) aufgrund von illegalen ICO-Pumps. Durch extravagante Twitterposts an seine 784.000 Mitglieder große Community soll er für Werbung von insgesamt sieben ICOs (engl. Initial Coin Offering) Bitcoin und Ethereum im Gegenwert von 11,6 Millionen US-Dollar erhalten haben. Zusätzlich sammelten die von McAfee angepriesenen ICOs insgesamt 41 Millionen US-Dollar ein, von denen er durch geheime Vereinbarungen mit den Projekten 23,2 Millionen US-Dollar erhalten hatte.

Viele sehen seine Festnahme als eine Art “Karma”. Viele Kleinanleger verloren viel Geld. Nach ersten Androhungen von der Justiz floh McAfee 2019 aus den USA und lebte bis zuletzt auf seinem Boot.

Er sah sich demnach nie wirklich als schuldig an. In einem Tweet aus dem vergangenen Februar schrieb er dazu:


Nein.

Steuerhinterziehung ist eine falsche Darstellung meines Einkommens.

Das habe ich nie getan.

Ich weigere mich lediglich zu zahlen.

Die Klagen sind erdrückend für John McAfee. Das Schreiben des Department of Justice könnte John McAfee alleine bis zu 30 Jahre Haft einbringen.

Es schreib dazu:

Der Anklageschrift zufolge hat John McAfee durch die Förderung von Kryptowährungen, die Beratungstätigkeit, das Absprechen von Engagements und den Verkauf der Rechte an seiner Lebensgeschichte für einen Dokumentarfilm Einnahmen in Millionenhöhe erzielt. Von 2014 bis 2018 hat McAfee angeblich keine Steuererklärungen abgegeben, obwohl er beträchtliche Einnahmen aus diesen Quellen erhalten hatte.”

Zusätzlich strebt die U.S. Securities and Exchange Commission zivilrechtliche Sanktionen gegen ihn und seinen persönlichen Sicherheitsbeamten Jimmy Gale Watson an. So dürften sie zukünftig weder ein Amt ausüben, noch wird es ihnen erlaubt sein, eine leitende Position in bestimmten Unternehmen innezuhaben, die an der Ausgabe, dem Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten beteiligt sind.

Lies hier mehr über die Anklageschrift der SEC

News 2) Großbritannien: Verbot von Krypto-Derivaten ab 2021

Bereits seit dem 3. Juli 2020 diskutiert die britische Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority) über das Verbot von Krypto-Derivaten. Nun ist das Gesetz beschlossene Sache und soll Anfang 2021 in Kraft treten.

Nach der Financial Conduct Authority (kurz FCA) seien Kryptowährungen keine wertschützende Vermögensklasse und werden zumeist für illegale Zwecke verwendet. Außerdem besäßen Bitcoin & Co eine hohe Volatilität, die unerfahrenen Anlegern zum Verhängnis werden könnte. Sie seien demnach “schädliche Investitionen”.

Durch das Verbot erhofft sich die FCA, dass die britischen Bürger insgesamt 53 Millionen Pfund pro Jahr einsparen können, die sie zuvor durch Optionen, Futures oder CFDs verloren hätten.

Lies hier die Erklärung der FCA zum Derivate-Verbot für Kryptowährungen

News 3) Litecoin: MimbleWimble-Testnet-Launch gestartet

Am 1. Oktober war es soweit. Litecoin startete das Testnet für das MimbleWimble-Update. Die Sidechain-basierte Technologie soll im Netzwerk für mehr Privatsphäre sorgen.

Aber nicht nur Litecoin-Anhänger können sich über diese Nachricht freuen. Auch für Bitcoiner könnten diese Neuigkeiten interessant sein. Viele sehen Litecoin als Testumgebung für Updates, die auch in Bitcoin implementiert werden könnten. Läuft MimbleWimble auf Litecoin erfolgreich, so wäre auch eine Bitcoin-Integration eventuell leichter möglich.

Aber wir müssen uns noch gedulden. Der Launch des MimbleWimble-Mainnet kommt frühstens 2021.

Lies hier mehr zu den News zum MimbleWimble-Testnet-Launch

Mehr zu MimbleWimble erfahrt ihr auch in Romans Video

News 4) Michael Novogratz: Goldman Sachs wird sich in den nächsten Jahren vermehrt mit Bitcoin und Krypto befassen

Am 27. Mai 2020 veröffentlichte Goldman Sachs ein Schreiben für seine Anleger. In diesem folgten Einschätzungen verschiedener Vermögensklassen, darunter auch Bitcoin. In unserem Video kannst du dich nochmal genau über dieses Thema informieren:

Nun gibt es News vom Bitcoin-Befürworter Michael Novogratz. Ein Goldman Sachs-Veteran, der über 20 Jahre im Unternehmen war, wird 2021 zu Novogratz Firma Galaxy Digital wechseln. Durch diesen Kontakt hat er auch Zugang zu Insider-News bekommen.

Demnach wurde Michael Novogratz gewarnt, dass Goldman Sachs bald versuchen würde, den Vorsprung seiner Firma zu Bitcoin & Co aufzuholen.

Galaxy Digital habe zwar das bessere Verständnis zu digitalen Assets, Goldman Sachs aber einen Haufen krasser Talente im Bereich Finance.

Lies bei Forbes mehr zu dem Telefoninterview mit Michael Novogratz

News 5) Uniswap überholt Coinbase

DeFi (Abkürzung für dezentralisierte Finanzen) war dieses Jahr das Hype-Thema im Kryptomarkt. Besonders populär waren auch dezentralisierte Exchanges (kurz DEX) genannt. Die größte DEX Uniswap konnte nun ihren nächsten Meilenstein verzeichnen. Im Monat September konnte die Plattform ein höheres Transaktionsvolumen aufweisen als die Exchange Coinbase. Dies ging aus Daten des Analyse-Tools Dune Analytics hervor.

Insgesamt 15 Milliarden US-Dollar verzeichnete das Tool an Handelsvolumen im September. Dies sind rund 75% des gesamten Volumens aller DEX zusammengerechnet.

Coinbase konnte vergleichsweise nur ein Handelsvolumen von 13,6 Milliarden US-Dollar nachweisen.

Lies hier mehr zu den Datensätzen von Dune Analytics

News 6) Ripple: “Line-of-Credit-Service” kommt

Neue Updates gab es auch von dem Unternehmen Ripple. Dieses führte auf RippleNet nun einen “Line-of-Credit-Service” ein. Kunden können ab sofort über On-Demand-Liquidität (sogenannte Liquiditätspools) Kredite über XRP aufnehmen. Durch das Ripple-Netzwerk können die Zahlung schließlich an jeden Ort der Welt verschickt werden.

RippleNet ist in 200 Finanzinstituten und 40 Ländern vertreten.

Lies hier den Community-Beitrag von unserem Admin GermanCryptoGuy zu Ripple

Lies hier nochmal die Ankündigung von Ripple zum “Line-of-Credit-Service”

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