News 1) Das Sushi-Swap-Tragödie und der demütige CEO

Bei dem Uniswap-Klon Sushi-Swap spielte sich diese Woche ein richtiges Drama ab. Alles begann am 3. September 2020, in der das gerade einmal 1,5 Wochen junge Projekt mit massiven Sicherheitsproblemen zu kämpfen hatte. So konnten Analysten der Firma Quantstamp mehrere Probleme und Fehler im Code aufdecken. Andere Experten wiesen Sushi-Swap darauf hin, dass noch kein Sicherheitscheck der verwendeten Smart Contracts stattgefunden hatte. Weitere Probleme wurden über die Liquiditäts-Token-Anbieter festgestellt, die sich direkt mehrmals im Protokoll hinzufügen konnten.

Lies hier mehr bei GitLab zu den aufgedecketen Fehlern bei Quantstamp

Am 5. September nahm plötzlich Sushi-Swap Gründer, “Chef Nomi” eigenmächtig Ethereum im Gegenwert von 13 Millionen USD aus dem Projekt. Diese Gelder waren Teil des 27 Millionen USD schweren internen Sushi-Fonds und dienten zur Weiterentwicklung des Projektes.

Auf den ersten Blick sah alles nach einem Exit-Scam aus. Der Kurs verlor infolgedessen rund 88 Prozent an Wert.

Quelle: https://www.tradingview.com/chart/gYvh1PVY/

Daraufhin kaufte Sam Bankman-Fried, der Betreiber der Kryptobörse FTX, Sushi-Swap und übernahm die Leitung des Projektes.

Chef Nomi schrieb am 6. September dazu:

Ich übertrage jetzt die Kontrolle auf @SBF_Alameda.

Die Funds schienen verloren. Am 11. September meldete sich nun Chef Nomi wieder zu Wort mit einer überraschenden Tat.

In einem Tweet schrieb er:

„Ich habe die gesamten 14 Mio. US-Dollar in Form von ETH zurückgegeben. Ich werde die Community entscheiden lassen, wie viel davon mir als ursprünglichem Gründer von SushiSwap zusteht. Egal in welcher Form (ETH/SUSHI/etc.). Und die Rahmenbedingungen könnt ihr auch bestimmen.“

Das Vertrauen zu Sushi-Swap bleibt trotzdem noch weiter angekratzt. Trotz der Rückgabe aller Gelder konnte sich der Token bis heute nicht von diesem Drama erholen.

News 2) Erster Schweizer Kanton ermöglicht Steuerzahlungen mittels Bitcoin und Ethereum

Ab Februar 2021 wird es zukünftig im Kanton “Zug” möglich sein, seine Steuerzahlungen über Bitcoin und Ether zu begleichen. Bereits in unserem letzten Wochenrückblick zeigte sich, wie die Kryptoakzeptanz in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern weiter voranschreitet.

Mit 120.000 Bewohnern ist “Zug” zwar von der Fläche recht klein, gehört aber in der Schweiz zum reichsten Kanton. Durch die kryptofreundliche Politik haben sich bereits viele Konzerne im ansässigen “Crypto Valley” angesiedelt.

Lies hier mehr über die Pressemitteilung des Konton “Zug”

News 3) EZB will zeitnah CBDC-Pläne veröffentlichen

Am 10. September kündigte die Präsidentin der EZB (Europäische Zentralbank) Christine Lagarde an, dass in den nächsten Wochen eine Roadmap veröffentlicht wird, die die weiteren Entwicklungen des CBDCs (Central Bank Digital Currency) betreffen. Wie der Name schon sagt, ist ein CBDC eine digitale Zentralbankwährung, eine Art digitaler Euro, der auf der Blockchain abgebildet wird.

Lies hier mehr über die CBDC-Pläne der EZB

News 4) Deutsche Hochschule möchte über die Blockchain zertifizierte Zeugnisse anbieten

Die private Hochschule FOM für Berufstätige und Auszubildende möchte zukünftig zertifizierte Zeugnisse über die Blockchain anbieten. Dies ging aus einer Pressemitteilung Ende August hervor. Demnach sollen durch die blockchainbasierten Zeugnisse zukünftig verhindert werden, dass diese nachträglich manipuliert oder sogar ganz gefälscht werden können.

Lies hier mehr über die Pressemitteilung

News 5) Investmentfonds möchte Whiskeyfässer tokenisieren

Auch im Spirituosen-Geschäft scheint die Tokenisierung weiter voranzuschreiten. Am 11. September teilte Wave Financial Group mit, die als Firma hinter dem neu gegründete Investmentfonds (Wave Kentucky Whiskey 2020 Digital-Fonds) steht, 1.000 Fässer Kentucky Whiskey der Wilderness Trails Destillerie aufgekauft zu haben und diese über die Blockchain “NEM” digital zu verbriefen. Durch die Reifung des Whiskeys erhofft sich die Wave Financial Group eine Wertsteigerung um 400 % in den nächsten vier bis sechs Jahren.

Lies bei coindesk mehr von der Tokenisierung der Whiskey-Fässer

News 6) Video der Woche

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