In diesem Blocktrainer-1×1 werden wir uns damit beschäftigen, wo Transaktionen übergangsweise gespeichert werden und darauf warten, bis sie schließlich von einem Miner in einen Block eingebaut werden.

Der Mempool kurz erklärt

Ein Mempool ist sehr eng mit dem Prozess des Minings verbunden. Du kannst dir diesen wie einen Wartebereich vorstellen in dem Transaktionen verweilen, bis sie von einem Miner für einen Block ausgewählt werden. Wenn du nochmal nachlesen möchtet was Mining ist, kann ich dir folgenden Artikel von uns ans Herz legen.

Es gibt nicht “einen Mempool”

Wird zum Beispiel eine Transaktion von Alice zu Bob verschickt, überprüft der Knoten, ob die Transaktion den Regeln des Netzwerkes entspricht. Anschließend speichert dieser die Transaktion in seinem Mempool ab und verteilt die Information über die Transaktion an andere Knoten weiter. Da die Verteilung in einem dezentralen Netzwerk eine gewisse Zeit beansprucht, liegen bei verschiedenen Knoten zu einem gewissen Zeitpunkt nicht derselbe Mempool an Transaktionen vor. Daher kann man nicht von “einem Mempool” sprechen, sondern vielmehr von “dem Mempool”.

“Alle Einsteigen bitte!”

Du kannst dir diesen Mempool auch als eine Art riesiger Busbahnhof vorstellen an dem Menschen auf einen Bus warten. Nur warten hier Transaktionen darauf in einen Block aufgenommen zu werden. Dabei werden solche bevorzugt, die den Miner mit mehr Transaktionsgebühren belohnen. Genauso würden auch Menschen schneller einen Platz im nächsten Bus bekommen, wenn sie bereit wären, mehr zu bezahlen. Auf txstreet kannst du diesen Vorgang auch nochmal visuell betrachten.

Du solltest also nächstes Mal darauf achten, dass du nicht zu niedrige Gebühren für eine Transaktion bezahlst. Sonst könnte dies dazu führen, dass deine Transaktion eine lange Zeit im Mempool verweilt, bis die durchschnittlichen Transaktionsgebühren abnehmen.

Um die Gebühren richtig einschätzen zu können, kannst du dir die aktuell unbestätigten Transaktionen ansehen. Wenn der Durchsatz gering ist, solltest du daher nicht zu viel zahlen, während zu Spitzenzeiten die Transaktionen gerne mal etwas höher eingestellt werden können, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Ein Tool, welches dir dabei helfen kann, findest du auf der Seite von jochen-hoenicke.de. Hier kannst du die Verteilung der Gebühren einsehen, um so einschätzen zu können, welche Gebühren du für deine Transaktion einstellen solltest.

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Und wieder mal was dazugelernt 😉 Wie hast du bis jetzt deine Transaktionsgebühren eingestellt? Achtest du auf die “aktuelle Verteilung der Gebühren” oder lässt du alles automatisch von deiner Wallet regeln? Schreib uns deine Meinung gerne in unser Blocktrainer-Forum!

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