In diesem Artikel stelle ich euch das Projekt Horizen und den dazugehörigen Coin vor, welcher im Segment der “Privatsphären Coins” angesiedelt ist.

Was ist Horizen?

Viele, die den Begriff Horizen hören, denken wahrscheinlich zuerst an den ähnlich klingenden Titel: “Horizon: Zero Dawn”. Tatsächlich handelt es sich bei dem Namen jedoch nicht um ein Computerspiel, sondern vielmehr um einen sogenannten “Privacy Coin”, also eine Kryptowährung, welche sich auf den Erhalt der Privatsphäre aller Akteure spezialisiert hat.

Dieser startete zunächst als Zencash, einer reinen Währung, die am 23. Mai 2017 als Abspaltung (Hardfork) von ZCash bagann. Da sich das Projekt schnell weiterentwickelte, wurde die Marke im August 2018 in Horizen umbenannt. Dies hatte zwei Gründe: Einerseits wollten sich die Entwickler vom Namen “ZenCash” distanzieren und andererseits eine Verwechslung mit dem ähnlich klingenden ZCash verhindern.

Um es mit den Worten von Robert Viglione, Präsident und Co-Founder von Horizen, zu sagen:

“Das ZenCash-Projekt hat sich seit seiner Gründung vor mehr als einem Jahr stark weiterentwickelt. Jetzt ist es an der Zeit, unsere Marke zu erweitern, um unsere Mission, das grundlegende Menschenrecht auf Privatsphäre weltweit zu fördern, genauer widerzuspiegeln. Was ursprünglich als datenschutzorientierte Kryptowährung eingeführt wurde, hat sich zu einer viel breiteren und leistungsfähigeren Plattform entwickelt, auf der eine Vielzahl datenschutzorientierter Anwendungen gehostet werden können, einschließlich sicherer Nachrichtenübermittlung und Veröffentlichung.”

Quelle: https://blog.horizen.global/hello-horizen/

Mittlerweile bietet Horizen eine Vielzahl an neuen Features, die das Projekt im Vergleich mit anderen Privacy Coins herausstechen lassen. Das macht den Coin äußerst spannend. Zudem besitzt Horizen mit 36.145 Securenodes und 3.870 Supernodes das größte Netzwerk an Masternodes (Stand: Mai 2020).

Diese massive Anzahl an Masternodes geht im Einklang mit der Mission von Horizen einher: Horizen will ein faires und integratives Ökosystem aufbauen, welches jedem befähigt, einen Beitrag in dem Netzwerk leisten zu können.

Basisdaten zu Horizen

Horizen basiert auf dem”Proof-of-Work”-Konzept und dessen Programmcode stützt sich auf das Bitcoinprotokoll. Die Blockgröße beträgt 2MB und die Blockzeit ist auf durchschnittlich 2,5 Minuten begrenzt. Dabei werden die Mining-Rewards aufgeteilt: 60% gehen an die Miner, 10% an die Secure-Nodes , 10% an die Super-Nodes und 20% an das Entwickler-Team und den Förderpool, aus dem neue Vorschläge aus der Community bezahlt werden.

Genauso, wie bei Bitcoin, ist der maximale Supply auf 21.000.000 Zen begrenzt. Der aktuelle Supply liegt bei derzeit 9.078.100 Zen mit einem täglichen Volumen von durchschnittlich 4.759.127 USD. Aktuell könnt ihr einen Zen für $5,32 USD (Stand: 20.05.2020) kaufen. Zen hält sich dabei stark unter den Top 100 aller Coins auf coinmarketcap.com.

Privacy Technologie

Horizen bietet zwei Arten von Adressen an, um Transaktionen zu tätigen.

T-Adressen: Diese Transaktionen vehalten sich sich ähnlich wie die Bitcoin-Transaktionen. Sie sind öffentlich einsehbar und die Blockchain bleibt transparent.

Alternativ dazu stehen bei Horizen geschützte Adressen zur Verfügung. Diese werden als Z-Adressen bezeichnet. Sie sind länger, als die T-Adressen. Solche Transaktionen bleiben vollständig privat und anonym.

Horizen benutzt zur Verschlüsselung der Transaktionen sogenannte zk-SNARKs. Diese arbeiten mit dem Zero-Knowledge-Proof, der ursprünglich von ZCash entwickelt wurde.

Zero-Knowledge-Proof

Eine Annahme: Wir haben zwei Parteien – V = Verifier und P = Prover. P kennt ein Geheimnis hinter einer verschlossenen Tür, welches er V beweisen möchte. Er möchte V weder das Geheimnis verraten, noch das Wissen, wie er die Tür öffnen kann preisgeben. Er will nur die Tatsache beweisen, dass er die Tür öffnen kann.

Die untere Grafik beschreibt einen Eingang zu einer Höhle mit zwei Gängen. Beide Gänge führen zu je einer Seite der verschlossenen Tür. P stellt die Behauptung auf, dass er den Schlüssel zu dieser Tür besitzt. Nun geht P willkürlich in eine der beiden Gänge und landet vor der verschlossenen Tür. Welchen Weg P gegangen ist, weiß V nicht.

V betritt die Höhle und ruft P zu, “komm aus Gang A wieder raus”. Er braucht den Schlüssel nicht und kommt aus Gang A heraus.

Hätte V gesagt: “komm aus Gang B wieder raus”, hätte P seinen Schlüssel genommen, um die Tür zu entriegeln und wäre aus Gang B herausgekommen.

Das der Beweis klappt liegt also bei 50%. Aus diesem Grund widerholen P und V den Vorgang wieder und wieder. Nach jedem mal sinkt die Chance, dass P den Beweis gefälscht hat. Nach der zehnten Widerholung sinkt die Chance auf 0,01%, dass P betrogen hat.

zk-SNARKs

zk-SNARKS transferieren den Zero-Knowledge-Proof auf die Blockchain. Der Beweis funktioniert dabei non-interaktiv. Das bedeutet, der Beweis muss nicht X Mal wiederholt werden.

Als Beispiel haben wir Alice und Bob. Alice möchte jetzt Bob beweisen, dass wenn man ihren Wert s mit einem bestimmsten Hash hasht, kommt Hash H heraus.

Eine Funktion C soll durch Input von s und H und mithilfe des sha256-Algorithmus Bobs Hash ergeben. Das Problem ist dabei, dass Alice ihren Wert s nicht preisgeben möchte.

function (H, s), return (sha265(s) == H)

Deswegen muss der Beweis über Umwege belegt werden.

Dazu wird eine Generator-Funktion G von Bob gebildet. Dieser sieht wie folgt aus.

function G (C, λ), return (pk,vk)

Der Input der Generator-Funktion G beinhaltet die obere Funktion C und lambda. Lambda ist hierbei ein willkürlich von Bob erstellter Wert, den Bob geheim hält. Daraus wird der proofing key pk und der verification key vk errechnet.

In nächsten Schritt führt Alice die Proofing-Funktion P aus.

function P (pk, H, s) return (prf)

Die Funktion P, die den von Bob errechneten proofing key pk, den Hash H und den Wert s beinhaltet, gibt den Beweis prf aus.

Im letzten Schritt wird die Verification-Funktion V von Bob angewendet.

function V (vk, H, prf) return (bool)

Die Funktion V nimmt den verification key vk von Bob, den Hash H und den Beweis prf von Alice und belegt dadurch, ob der Beweis richtig oder falsch ist.

Transaktionstypen

Man unterscheidet 3 Typen von Transaktionsvarianten mit auf ZCash-basierenden privacy Coins

  • Fully-shielded – Transaktionen von Z-Adresse zu Z-Adresse
  • Partially-shielded – Transaktionen von Z-Adresse zu T-Adresse
  • Transparent – Transaktionen von T-Adresse zu T-Adresse

In der kryptographischen Theorie liefern Transaktionen mit zk-SNARKs mehr Anonymität als beispielsweise die sogenannten Ringsignaturen, auf denen Monero basiert.

Ein weiterer Unterschied zwischen ZCash und Horizen besteht darin, wie der jeweilige Coin den Code bearbeitet und welche Anreize der Coin bietet (Mining, Nodes, etc.).

Weitere Features

Sidechains

Horizen setzt zukünftig starkt auf Sidechains. Eine Sidechain ist eine Blockchain, die mit einer oder mehreren Ketten kommunizieren und zusammenarbeiten kann. Diese sollen zum Einen ein höheres Transaktionsvolumen schaffen und zum Anderen die Anzahl an Transaktionen erhöhen. Dies funktioniert, weil der Datenverkehr aus der Mainchain auf die Sidechains abgelegt wird.

Sidechains können beliebig oft erstellt werden und werden über Cross-Chain-Transfer-Protokolle angebunden. Es gibt keine feste Architektur und variable Protokolle, die dazu führen, dass mit Sidechains verschiedene Konsensus-Algorithmen möglich sind.

Denkbar sind dabei Konzepte wie Proof-of-Stake, Proof of Authority oder ein Proof-of-Work mit hoher Rechenleistung, um beispielsweise quantenresistente Verschlüsselungen zu erreichen.

Deweiteren vereinfacht ein robustes Sidechain-Modell das Hinzufügen neuer Funktionen. So lässt sich das Horizen-Ökosystem nach und nach erweitern.

Block DAG

Neben einer Sidechainlösung arbeitet Horizen simultan an einer weiteren Lösung, um das Skalierungsproblem zu lösen. Mithilfe eines gerichteten azyklischen Graphen (Directed Acyclic Graph, kurz DAG), entwickeln sich Knoten in keiner zyklischen Beziehung, wie es bei einem Directed Graph der Fall ist. Das bekannteste DAG-Protokoll ist IOTAs Tangle.

DAGs können in zwei Arten in Kryptowährungen implementiert werden. Eine Variante ist, dass die Knoten aus einzelnen Transaktionen aufgebaut sind, wie es bei IOTA der Fall ist. Ebenfalls ist es auch möglich, dass ein DAG aus Blöcken besteht, die eine Anzahl von Transaktionen enthalten.

Diese Block-Variante des DAG-Protokolls wird von Horizen präferiert. Jeder Knoten ist dabei ein Block. Diese Blöcke enthalten einen “Block Header”, wie Blöcke in einer normalen Blockchain. “Block Header” enthalten wichtige Informationen in einer Blockchain. Zum Beispiel einen Zeitstempel, Verweise auf vorherige Blöcke sowie eine Reihe von Transaktionen. Die Verweise bei einem DAG enthalten dabei mehr Vorgänger-Blöcke, als bei einer normalen Blockchain. Dadurch wird die Datenstruktur zweidimensional. Der Proof-of-Work-Konsensus wird dabei erhalten, damit sich das Netzwerk auf einen einzelnen Transaktionsverlauf einigen kann.

Dadurch bekommen Miner nicht nur eine Belohnung, wenn sie einen Block lösen., sondern auch noch dafür, dass sie einen Block bestätigen. Dadurch soll für Miner ein Anreiz geschaffen werden auf alle nicht referenzierte Blöcke zu verweisen.

Horizen erwartet dadurch, dass mehr Blöcke mit geringerer Schwierigkeit geminet werden. Dies würde zu einer stärkeren Dezentralisierung führen, da weniger Miner in einem Pool aufgenommen werden müssen.

ZenChat

ZenChat befasst sich mit der Aufgebe, möglichst vielen Menschen einen Zugang zu Online-Datenschutz zu ermöglichen. Dabei werden die Nachrichten als Transaktionen auf der Blockchain gespeichert. Benutzer können 1-zu-1, über Gruppennachrichten und über Gruppenkanäle miteinander kommunizieren. Die Nachrichten können entweder transparent von einer identifizierbaren Adresse verschickt werden oder vollständig anonym.

Der ZenChat Messager ist über das Multifunktionswallet “Sphere” verfügbar. Um eine Konversation zu starten, muss vorher ein Konversationsschlüssel ausgetauscht werden. Dies kann zum Beispiel über Discord oder ähnliche Kanäle passieren.

Die Konversation kann von einer T-Adresse auf eine Z-Adresse folgen. In diesem Fall ist der Absender identifizierbar. Werden Nachrichten von einer Z-Adresse auf eine andere Z-Adresse verschickt, bleibt der Benutzer anonym.

Jeder Absender benötigt also zwei Adressen:

  • eine Z-Adresse, zum Senden und Empfangen der Nachrichtentransaktionen (also für den Transport).
  • eine T-Adresse, zum Signieren der gesendeten Nachrichten und im Falle einer nicht anonymen Nachricht, als Identifikationsnachweis.

Transparente Nachrichten

Der Benutzer verschickt eine nicht anonyme Message. Dabei signiert er die Textnachricht mit seiner T-Adresse. Außerdem ist die Absenderadresse in der Nachricht enthalten. Die Empfängeradresse fehlt, da bereits die Signatur Informationen darüber enthält, wer die Nachricht lesen darf. Ein Besipiel, wie eine solche Transaktion aussieht verdeutlicht folgendes Bild:

Anonyme Nachrichten

Der Benutzer verschickt eine anonyme Nachricht. Die Information über den Absender entfallen. Stattdessen generiert die Chat-Oberfläche eine Thread-ID. In ihr sind Informationen des Absenders und die Richtung der Nachricht enthalten.

ZenDAO

Mit ZenDAO baut Horizen eine dezentrale autonome Organisation als Abstimmungsmechanismus auf. Eine DAO ist dabei eine Software, die als Organisation mithilfe vordefinierter Regeln und Verfahren funktioniert.

Dazu verwendet ZenDAO Kenntnisse aus der Wirtschaft- und Spieltheorie. Außerdem wird das Konzept einer flüssigen Demokratie präferiert. Dies ist eine dynamische Mischung aus einer direkten und einer repräsentativen Demokratie. So sollen sich die Schwächen der jeweils anderen Regierungsform gegenseitig auslöschen.

Dabei zeichnet sich bei einer flüssigen Demokratie aus, dass es keine Wahlbedingungen gibt. Die Stimme kann einem Experten weitergegeben werden, der die eigene Meinung vertritt oder man selbst wählt für ein bestimmtes Thema .

Wird ein Vorschlag von der Community akzeptiert, so können die Finanzmittel aus den 20% Treasury-Fonds verwendet werden.

Lösung für 51% Attacke

Am 2. Juni 2018 wurde Horizen Opfer einer 51%-Attacke. Diese Angriffe sind bei kleinen Projekten oft problematisch, da Angreifer leicht 51% der Rechenleistung erreichen können.

Daraufhin überlegte das Entwickler-Team, wie solche Attacken in Zukunft unterbunden werden können. Als Antwort lieferte das Projekt am 14. Juni folgende Lösung, die in einem zusätzlichen Whitepaper präsentiert wurde.

51%-Attacken zeichnen sich dadurch aus, dass im Hintergrund eine zweite Chain geminet wird, die schneller wächst, als die eigentliche Mainchain. Diese wird nach einer gewissen Zeit wieder an die Mainchain drangehängt. Da diese nun Länger ist, als die ursprüngliche Chain, wird diese für valide erklärt. Der Angreifer bekommt alle Mining-Rewards, die er im Hintergrund geminet hat und die alte Chain ist nicht mehr gültig.

Bestrafungssystem

Horizen führte dafür ein Bestrafungssystem ein, wodurch es für den Angreifer unprofitabel wurde, an einer zweiten Chain zu arbeiten. In dem Whitepaper wird dies wie folgt beschrieben:

Geht man bei einer solchen Verzögerungsfunktion beispielsweise von einer Bestätigungszeit von 20 Blöcken aus, so wäre eine Verzögerungsstrafe von 21 Blöcken 21 * (21 + 1)/2 = 231, dann wäre die Mindestanzahl der Blöcke, die zur Durchführung des Angriffs geminet werden müssen, 231 + 21 = 252 Blöcke

https://www.horizen.global/assets/files/A-Penalty-System-for-Delayed-Block-Submission-by-Horizen.pdf

Das Paper beschreibt, dass man mehr Blöcke benötigt, als die im Hintergrund gemineten Blöcke, damit die neue Chain als valide erklärt wird.

Bei 21 Blöcken werden demnach durch Berechnung der Formel: (21*(21+1)/2)+21 insgesamt 252 Blöcke benötigt, damit der Angriff erfolgreich ist. 231 Blöcke müsste der Angreifer öffentlich minen und dabei die 51% Rechenleistung halten, damit die 21 im Hintergrund geminten Blöcke als valide erklärt werden.

Horizen könnte in der Zeit, wo der Angreifer die 231 Blöcke public minen muss, zusätzliche Hashing-Power kaufen. Damit können sie die 51% Rechenleistung im Netzwerk wieder zu erlangen und den Angriff zurückschlagen.

Horizen besitzt große Bitcoinrücklagen bei Anbietern, wie NiceHash, die in diesem Fall genutzt werden können.

Node-Architektur

Horizen bietet das zurzeit größte Masternode-Netzwerk. Dabei unterscheidet man zwischen Secure- und Super-Nodes. Die Aufgaben der Nodes sind vielfältig. Dazu gehören die Verschlüsselung der Transaktionen, die Überwachung der Miner und die Überprüfung der korrekten Algorithmen.

Nodebetreiber werden regelmäßig in Form von Zen bezahlt. Die Investitionshürde ist zur Zeit relativ niedrig. 42 Zen werden benötigt, um eine Secure-Node zu betreiben. 500 Zen werden als Besitzer einer Super-Node gebraucht.

Der Payout der Nodes richtet sich nach der Gesamtzahl aller Nodes. Mit dem Horizeninternen “Earnings Calculator” lassen sich die geschätzten Verdienste pro Monat wie folgt errechnen.

Secure-Nodes

Secure-Nodes sind unglaublich wichtig für das Horizen-Netzwerk. Im Gegensatz zu Full-Nodes, wie bei Dash, gehen die Einsatzzwecke einer Secure-Node über die Aufrechterhaltung der neusten Blockchain hinaus. So kann über eine TSL-Verschlüsselung eine sichere Kommunikation zwischen den Knoten ermöglicht werden.

Die Anforderungen für eine Secure-Node sind ein Server mit 4GB (RAM + swap) + einer Intel Haswell Architektur bwz. ein AMD equivalent. Ein Guthaben von 42 Zen auf einer T-Adresse wird benötigt + mindestens 0.001 Zen auf einer Z-Adresse. Empfohlen sind aber 0.02 Zen.

Super-Nodes

Super-Nodes sind für Siedechain-Implementierungen von entscheidener Bedeutung. Sie verfügen über Funktionen von Secure- und Full-Nodes. Außerdem können sie mehrere Dienste hosten. Für Sidechains können Super-Nodes beispielsweise größere Ressourcenzuweisungen hosten.

Die Anforderungen für eine Super-Node sind ein Server mit 8GB (RAM + swap) + CPU mit 4 Kernen + 100GB verfügbarer Festplattenspeicher + Festplattenspeicher für Betriebssystem und Blockchain. Ein Guthaben von 500 Zen auf einer T-Adresse wird benötigt + mindestens 0.001 Zen auf einer Z-Adresse. Empfohlen sind aber 0.02 Zen.

Eine Anleitung findet ihr in folgendem Link. Roman hat bereits ein Video zum Aufsetzen der Node gemacht. Bitte beachtet aber, dass das Video etwas älter ist und sich eventuell Dinge während der Installation geändert haben. Als grober Leitfaden ist das Video dennoch zu gebrachen.

Unterstützt uns doch und holt euch einen Netcup-Server unter folgendem Link.

Sphere

Die neue Flagship App “Sphere” löst die alte Arizen-Wallet ab und ermöglicht neue Funktionen. “Sphere” ist eine “Multifunctional App”, um die eigene Privatsphäre und alle Finanzen im Überblick zu haben. Sie unterstützt “Lite” und “Full Clients”. Dabei glänzt Sphere mit einer intuitiveren und übersichtlicheren Oberfläche als “Arizen”.

Neben der Benutzung von “shielded” und transparenten Transaktionen bietet Sphere auch eine einfache Benutzung von “ZenChat”.

Weitere Funktionen, wie das Tracken und Managen der eigenen Nodes, die Einbindung weiterer Kryptowährungen und die Vereinfachung von Transaktionen für die Massenadoption, sind noch in Planung.

Roadmap

Zur Zeit ist die Roadmap bis Ende 2020 ersichtlich. Horizen hat dabei sein Hauptaugenmerk auf die Entwicklung und den Ausbau des Sidechainskonzeptes. Dies wird vorallem durch “Horizen Labs” realisiert.

Das Entwickler-Team

Rob ist ein ehemaliger Physiker und Mathematiker mit Erfahrung in den Bereichen Bitshares, BlockPay, Zclassic, Seasteading und Bitgate. Derzeit ist er Doktorand im Bereich Finanzen, erforscht Kryptofinanz und lehrt „Bitcoin & Blockchain Applications in Finance. Rob hat einen MBA in Finanzen & Marketing und die PMP-Zertifizierung. Er ist ein leidenschaftlicher Libertärer, der sich für Frieden, Freiheit und Respekt für das individuelle Leben einsetzt.

https://www.horizen.global/de/team/

Rolf ist ein erfahrener Geschäftsinhaber in der IT-Branche und besitzt einen mittelgroßen Miningbetrieb. Mit seiner vorherigen Erfahrung bei Cisco Systems, der Halbleiterindustrie und als nuklear ausgebildeter Offizier in der US-U-Boot-Truppe bringt Rolf Führungs-, Management- und technische Betriebskompetenz in die Zen-Organisation ein.

https://www.horizen.global/de/team/

Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung hat Alberto ein tiefes Wissen über Software-Design und -Entwicklung in vielen Anwendungsbereichen mit einer starken Expertise in verschiedenen Sprachen wie Java, C und C ++ erworben. In den letzten Jahren war er als CTO in einem Startup-Unternehmen tätig, entwarf die Softwarearchitektur und wählte das Team aus, um eine der umfassendsten Video-Engagement-Lösungen auf dem Markt zu erstellen.

https://www.horizen.global/de/team/

Zen Blockchain Foundation

Die Zen Blockchain Fondation ist die juristische Person hinter Horizen. Ziel der Foundation ist es, durch die Verwendung von hochmoderner Datenschutztechnologie Jedermann persönlichen Datenschutz und vollständige Kontrolle über seinen digitalen Fußabdruck zu ermöglichen.

Horizen Labs

“Horizen Labs” ist eine, auf Horizen basierte, Sidechain-As-A-Service-Plattform. Gegründet von Horizen CEO Robert Viglione, möchte das Unternehmen ein Tool für Entwickler und Unternehmen bauen, um Sidechainlösungen schnell und kostengünstig zu entwickeln.

4 Millionen USD Startkapital wurden dafür akquiriert. Geldgeber waren unter anderem die Digital Currency Group, Liberty City Ventures und unabhängige Investoren.

Das Open-Source-SDK (Software Developer Kit) bildet dabei die Schittstelle zwischen Horizen-Sidechains und der Horizen-Mainchain. Damit sollen kundenspezifiische Blockchain-Lösungen gebildet werden, die auf eine auf Datenschutz ausgerichtete öffentliche Infrastruktur spezialisiert ist.

IOHK

Die Input Output Honk Kong ist ein von Charles Hoskinson und Jeremy Wood gegründetes Technologieunternehmen. Die Mission der IOHK ist es, Peer-to-Peer-Innovationen einzusetzen, um Finanzdienstleistungen für Menschen bereitzustellen, die diese nicht haben.

Die Partnerschaft mit Horizen führte unter anderem zur Entwicklung von ZenDAO.

Prof. Roman Oliynykov, ukrainischer Kryptograf, IT-Sicherheitsforscher und Dozent ist dabei als Leitung für Forschungs und Entwicklungsarbeiten tätig.

Hier sind alle veröffentlichte Papers von Prof. Roman Oliynykov: https://iohk.io/en/research/library/authors/roman-oliynykov/

Unter anderem entwickelte er Zendoo mit, ein überprüfbares kettenübergreifendes Übertragungsprotokoll von zk-SNARK, das entkoppelte und dezentrale Sidechains ermöglicht.

Zendoo ist eine Konstruktion für Blockchain und Blockchain-ähnliche Systeme und ermöglicht die Erstellung und die Kommunikation von Sidechains verschiedener Typen. Daneben ermöglicht Latus, die sich darauf aufbaut. Latus realisiert ein dezentrales überprüfbares Zahlungssystem für Blockchainlösungen. Die Verwendung von zk-SNARKS werden genutzt, um prägende Beweise der Sidechains zum Statusfortschritt zu generieren. Diese werden verwendet, um Gültigkeitsnachweise für Zertifikate zu erschaffen. So kann die Mainchain effizient die Vorgänge alle Sidechains überprüfen ohne Details dieser Operationen zu kennen.

Den Link zum Zendoo-Whitepaper findet ihr hier.

Investoren

Barry Silbert

Der bekannteste Investor bei Horizen ist Barry Silbert. Was macht aber Barry Silbert so interessant als Investor?

Digital Currency Group

Barry Silbert ist Gründer und CEO der Digital Curreny Group (DCG). Die DCG ist ein globales Unternehmen, welches sich im Bitcoin und Blockchainbereich etabliert hat. Diese gründete sich 2015 und ist mittlerweile in mehr als 30 Ländern vertreten. Dabei unterstützt und investiert die DCG in mittlerweile mehr als 150 Unternehmen. Darunter Fallen Firmen wie Coinbase, Bitwala, Ripple, Bitpay, Coindesk und Chainalysis.

Grayscale Investments

Außerdem betreibt die DCG die größte Vermögensverwaltung, im Bereich digitaler Währungen, Grayscale Investments. Diese wurde bereits 2013 von Barry Silbert gegründet, in der er auch CEO ist. Grayscale setzte unter anderem den ersten öffentlich handelbaren Bitcoin Investment Trust auf. Mit einem AUM = (verwaltetes Vermögen) von ca. 2 Mrd. USD ist Grayscale der größte Vermögensverwalter im Bereich der Kryptowährungen.

Mit “Genesis-Trading” besitzt die DCG die größte regulierte OTC-Kryptobörse der Branche und mit Newspages, wie Coin-Desk, ein einflussreiches Medienportal.

Second Market Inc.

Zuvor war Barry Silbert Gründer und CEO von SecondMarket Incorporated, die im Oktober 2015 von der NASDAQ übernommen wurde. Darunter waren auch Personen, wie Michael Moro, Michael Paleokrassas und Martin Garcia.

Michael Moro ist heute CEO, Michael Paleokrassas und Martin Garcia sind Managing Directors bei Genesis Traiding.

Die Verstrickungen zwischen den Unternehmen sind bemerkenswert. Man merkt, was sich Barry Silbert für ein großes Netzwerk rund um Bitcoin aufgebaut hat.

Blockstream

Blockstream ist ebenfalls im Investmentportfolio der DCG. Dieses Unternehmen beschäftigt sich an der Entwicklung des Bitcoin. Mit Lösungen, wie ein sidechanbasiertes Liquid-Netzwerk oder dem bekannteren Lightning Netzwerk arbeitet Blockstream an einer Massenadoption des Bitcoin.

Blockstream ist sehr machtvoll, da viele Mitglieder des Bitcoin-Core-Entwicklerteams in Blockstream vertreten sind. Größen, wie Adam Back (co-founder), Pieter Wuille, Gregory Maxwell und Matt Corallo arbeiten bei Blockstream.

Glenn Hutchins

Neben Barry Silbert ist auch Glenn Hutchins in der DCG als “Co-Founder” tätig. Besonders spannend ist, dass er neben seinen Tätigkeiten als Direktor von AT&T und VirtuFinancial, Chairman von “North Island”, Co-Founder von Silver Lake auch noch im Vorstand der Federal Reserve of NewYork und dem Center for American Progress sitzt. Damit steht die DCG im indirekten Kontakt zur FED.

Eine Übersicht über die Vernetzungen wird in folgendem Bild deutlich:

Barry Silbert investiert in ZenCash

Am 25. April 2018 gab Barry Silbert folgendes bekannt:

Später konnte man in einem CNBC-Beitrag sehen, wieviel die DCG zu der Zeit in ZenCash investierte. Zum Stand vom 19.07.2018 waren es 5% des geamten Digital Asset Portfolios:

Ausschnitt aus dem CNBC-Beitrag: “https://www.youtube.com/watch?v=mT6TZh4U6cs” vom 19.07.2018

Aber auch noch heute ist ersichtlich, dass Horizen im Portfolio der DCG ist. Ob es prozentual noch immer so viele sind, wie zum damaligen Zeitpunkt ist unklar. Dass sie noch investiert sind steht jedoch außer Frage

Auch ein Horizen Trust existiert mittlerweile. Dieser ist auf der Grayscale.com einsehbar:

https://grayscale.co/wp-content/uploads/2020/05/ZEN-Trust-Fact-Sheet-May-2020.pdf

Wem das nicht reicht, der kann einfach auf Barry Silberts offizielle Twitter-Seite gehen. Dort zeigt er transparent alle seine Investments.

Bitte beachtet, dass dies keine Kaufempfehlung darstellen soll. Es soll nur darstellen, dass auch große Investoren Interesse an Horizen haben!

Risiken

Die Hauptgefahr für privacy Coins, wie Horizen, besteht in einem generellen Verbot durch Staaten. Viele Länder sehen privacy Coins als Gefahr an, weil durch diese Geldwäsche und Steuerhinterziehung betrieben werden kann.

Dies kann zum Beispiel durch eine DEX (Decentralized Exchange) verhindert werden, da Staaten keinen Angriffspunkt mehr haben, um eine Börse unter Druck zu setzen. Außerdem wird durch DEX die dezentrale Verteilung der Coins verbessert. So liegen nichtmehr der Großteil der Coins auf Cold Wallets der großen Exchanges. Ein weiterer Vorteil von DEX ist, dass der Handel von Kryptowährunge nichtmehr mit der Anmeldung mittels KYC-Verfahren erfolgt.

Ein anderes Problem könnte sein, dass man bei Horizen hinterfragt, warum man eine anonyme Adresse zum verschicken der Coins verwendet. “Hat man was zu vertuschen?” Bei reinen privacy Coins, wie Monero, stellt sich diese Frage eben erst gar nicht.

Wollt ihr nach diesem Artikel noch mehr über Zen erfahren? Falls ja, dann kann ich euch zum krönenden Abschluss noch das Interview von Roman mit Arno Pfefferling, ehemaliger Mitarbeiter von Horizen, empfehlen. Viel Spaß damit!

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