Vorwort

Immer wieder werde ich nach meinem Portfolio gefragt.
Leute die meinen Content schon länger verfolgen, wissen, dass ich darüber nur ungern spreche.

Ich möchte vermeiden, dass ihr Investments aufgrund meiner Entscheidungen trefft.
In meinem Portfolio sind manche Positionen größer als sie sein sollten.
Das liegt daran, dass ich früh “auf gut Glück” den ein oder anderen Coin / Token gekauft habe und Glück hatte!

Weiter fragen mich Leute in den Livestreams und unter Videos immer wieder “wie findest du Coin X oder Y?diese Fragen beantworte ich nur ungern bis gar nicht!
Zum einen sind das häufig Projekte abseits der Top 100, zum anderen wird hier nur gefragt, um eventuell sein bereits getätigtes oder noch anstehendes Investment zu rechtfertigen.

In dieser Beitragsreihe geht es ebenfalls nicht darum eine Kaufempfehlung zu abzugeben.
Ich selbst bin nicht in allen genannten Projekten Investiert!

Weiter ist die Zukunft von dezentralen Projekten ungewiss.
Wir können derzeit lediglich logische Rückschlüsse finden und die Zukunft erahnen.

Dieser Artikel soll keine Finanzberatung sein, auch bin ich kein Finanzberater und darf keine Finanzberatung geben!
In diesem Artikel wird die persönliche Meinung des Autors wiedergegeben.

Art und Anwendungsfall

Es gibt unzählige Anwendungsfälle und viele davon sind uns heute noch gar nicht bekannt.

Auch ist nicht jedes Projekt für jeden Anwendungsfall gut geeignet.
Demnach teile ich die Blogeinträge in Funktionen auf.

Die Liste verlinkt euch zu den anderen Beiträgen.
Auch mache ich zu jedem Beitrag ein Video, welches ihr am Ende im Fazit findet.

  1. Payment System
  2. Privacy Payment System
  3. Smart Contract Plattform
  4. Utility Plattform
  5. too big to fail

Die Entscheidung

Die Entscheidung für die Platzierung des besten Privacy Payment System war für mich sehr einfach.

Das Hauptkriterium war für mich, dass der DLT (Distributed Ledger Technologie) immer anonym funktioniert und die Privatsphäre kein optionales Features ist.
Dadurch fallen in dieser Kategorie DLTs wie z.B. Zcash raus, da sie auch nicht anonyme Transaktionen erlauben.

Warum genau das so wichtig ist, könnt ihr im Podcast “Monero und warum Privatsphäre wichtig ist!” hören!

Weiter gehe ich nicht nur auf technische Aspekte ein. Auch die Adoption und Dezentralität sind wichtige Punkte um die Nummer eins in der jeweiligen Kategorie zu sein.

2. Monero

Monero Logo
Monero Logo

Meine Entscheidung fällt auf Monero (XMR)!
Monero ist der einzige privacy DLT in den Top 100, der keine optionale Privatsphäre hat.
Jede Transaktion ist absolut anonym und verrät nichts über den Versender oder Empfänger.
Weiter ist Monero schon seit 2014 am Markt und hat sich gut zwischen all den großen Projekten positioniert.

Warum Privatsphäre so wichtig ist, erfahrt ihr in unserem Podcast zum Thema:

Podcast #1: Monero und warum Privatsphäre wichtig ist!

Dezentral!

Dezentralität kann durch eine Miningzentralisierung, aber auch durch zentrale Entwicklung verloren gehen. Monero schafft es beides dezentral zu gestalten, ich erkläre euch wie das gelingt!

Entwicklung

Monero wird dezentral entwickelt, das funktioniert über das “Forum Funding System”, eine Art Crowdfunding für die Monero Entwicklung.
Jeder (Entwickler) kann hier seine Idee einstellen und den Betrag nennen, den er zur Umsetzung der Idee benötigt.

Die Community kann dann für die Entwicklung in XMR (Monero Tickersymbol) Spenden abgeben.

Beispiel für Moneros Forum Funding System
Beispiel für Moneros “Forum Funding System” Quelle: https://forum.getmonero.org/8/funding-required/87597/monero-bounty-for-hackerone

Dezentrales Mining

Die größte Gefahr der Miningzentralisierung entsteht durch so genannte ASIC Hardware (application-specific integrated circuit).
Dabei handelt es sich um Hardware, die ganz speziell auf die jeweiligen Algorithmen zugeschnitten sind und diese deutlich schneller und effizienter lösen, als es herkömmliche CPUs und GPUs können.

Diese ASICs sind sehr teuer und sind meistens schnell ausverkauft.
Dadurch ist das Mining mit einem normalen PC nicht mehr rentabel und sorgt für eine Mining Zentralisierung auf wenige große Miningbetreiber mit vielen ASIC Maschinen.

Monero löst dieses Problem mit dem RandomX Algorithmus, welcher im November 2019 gestartet ist.

RandomX funktioniert wie der Name schon sagt, mit einer zufälligen Codeausführung. Das ist für Hardware, welche spezifisch für einen Code gebaut wurde extrem schwierig zu lösen und somit entsteht wieder ein Vorteil für herkömmliche CPUs und GPUs.

Das bedeutet, Mining bei Monero ist mit normaler Desktop Hardware profitabel und wird nicht auf wenige große Unternehmen zentralisiert.
Wer sich für Monero Mining interessiert, findet hier den Link zur offiziellen Moneroseite.

Anonymität

Monero ist immer Privat!
Viele andere Kryptowährungen nutzen Privatsphäre nicht standardmäßig, sondern als auswählbare Funktion.
Genau deshalb hebt sich Monero von vielen anderen “anonymen” Kryptowährungen ab.

Ring Signaturen

Monero schafft diese Privatsphäre mit Ring Signaturen.
Ohne hier zu tief in das Detail zu gehen, läuft es in etwa so ab.

Alice möchte Bob 10 XMR (Monero) schicken.
Da Monero ähnlich wie Bitcoin mit Inputs und Outputs arbeitet, würde man sofort erkennen, dass Alice der Versender dieser Transaktion ist.

Damit dies nicht geschieht, wird nicht nur der Output von Alice für die Transaktion genommen, sondern die Outputs einiger anderer Versender ebenfalls.
Da ein Output von z.B. 10 XMR aus mehreren Inputs bestehen kann wie z.B. 2 XMR + 4 XMR + 4 XMR, müssen auch die Outputs der anderen Teilnehmer exakt gleich groß sein.

Alle zusammen bilden dann eine gemeinsame Signatur, mit der Miner prüfen können, ob der Output von Alice gültig ist.
Dabei wissen die Miner nicht, dass letzten Endes Alice die Transaktion gemacht hat.
Es könnte auch jeder andere Teilnehmer der Ring Signatur sein.

Darstellung von Monero Ring Signatur
Monero Ring Signatur

Ring CT (Ring Confidential Transactions)

Ring CT wird dafür genutzt, dass ein Versender die Outputs anderer Teilnehmer völlig frei wählen kann.
Weiter werden Transaktionsgrößen verschleiert.
So sieht der Miner nicht, wie viele XMR überhaupt verschickt werden.

Hier eine Beispieltransaktion ohne Ring CT!
Der Output von insgesamt 15 XMR setzt sich aus 3 Outputs zusammen
3 XMR
2 XMR
und 10 XMR
Für jeden Output, wird ein neuer Ring aus verschiedenen Teilnehmern gebildet.
Dabei muss in jedem Ring der Output jedes Teilnehmers exakt gleich groß sein

Beispiel Monero Transaktion ohne Ring CT
Beispiel Monero Transaktion ohne Ring CT

Nun schauen wir uns eine Transaktion mit Ring CT an.
Dabei wählt der Versender selbst die Outputs der Teilnehmer und verschleiert diese noch zusätzlich.
Das sieht dann etwa wie folgt aus

Beispiel Monero Transaktion mit Ring CT
Beispiel Monero Transaktion mit Ring CT

Economics

Während Bitcoin ca. alle 4 Jahre (alle 210.000 Blöcke) den Block Reward halbiert, reduziert sich der Block Reward bei Monero dauerhaft.

Wenn 18,132 Millionen XMR gefunden wurden (etwa mitte 2022), würde der Block Reward auf unter 0,6 Monero fallen.
An dieser Stelle wird die Reduzierung eingestellt und es bleibt ein dauerhafter Reward von 0,6 Monero pro Block.

Monero hat eine 2 Minuten Blockzeit, woraus sich schließen lässt, dass ab mitte 2022 ca. 157788 neue XMR pro Jahr gefunden werden.

Für das Jahr 2022 bedeutet das eine Inflation von etwa 0,8702 %.
Die prozentuale Inflation sinkt natürlich dauerhaft durch die daraus resultierende größere Gesamtanzahl an XMR.

Fazit

Monero und den Coin XMR gibt es seit 2014 und hat sich über viele Jahre einen Namen gemacht.
Das Projekt selbst und dessen Entwicklung, entstammen der Community und sind open source.

Monero nicht nur bei der Community, sondern auch bei vielen bekannten Entwicklern anderer Projekte sehr beliebt.

So hat sich z.B. Charly Lee, der Gründer von Litecoin, bereits mehrfach auf Twitter positiv über Monero geäußert.

Jede Transaktion ist privat, das hebt Monero von Projekten wie Zcash ab, welche Privatsphäre nur als auswählbares Feature benutzen.

Monero glänzt ebenfalls beim Thema Dezentralisierung!
Durch RandomX ist der Algorithmus für ASICs schwer zu lösen und das Mining bleibt für Desktop CPUs und GPUs rentabel.

Projekte wie “Pirate Chain” (ARRR) sind ähnlich gut aufgestellt und machen sogar in manchen Punkten ihren Job noch besser als Monero.
Beispielsveise verwendet Pirate Chain die ZK-SNARKs, welche noch anonymer und sicherer als Ring Signaturen sind.

Allerdings ist Monero in seinem Feld das älteste Projekt und hat die größte Fangemeinde hinter sich.
Es wird sich wohl genau deshalb auch noch lange als die Nummer 1 der privacy Coins halten.

Weiter arbeitet die Community stets an Verbesserungen, auch RandomX ist erst kürzlich implementiert worden.

Monero ist dezentral, schnell, anonym und sehr beliebt.

Und hier noch das Video zum Beitrag

Blocktrainer Video zum besten Privacy System
Autor

Roman oder einfach der Blocktrainer :)